St. Anna Kinderkrebsforschung richtet FOSTER Meeting 2026 aus
Unser Institut war Gastgeber des diesjährigen Treffens des FOSTER-Konsortiums. FOSTER steht für „Fight Osteosarcoma Through European Research“ und bringt Ärzt, Forschende und Patientenvertreter zusammen, um die Diagnostik und Behandlung von Patient mit Osteosarkom zu verbessern.
In Simple Terms
– Osteosarkom ist die häufigste Form von Knochenkrebs bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
– Etwa 70 % der Patient mit Osteosarkom überleben die Erkrankung. Anders als bei anderen Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter hat sich diese Zahl in den vergangenen Jahrzehnten jedoch kaum verbessert.
– Das FOSTER-Konsortium bringt Ärzt, Forschende und Patientenvertreter zusammen, um neue Behandlungsprotokolle für Osteosarkom-Patient in ganz Europa zu etablieren.
Das FOSTER-Konsortium wurde 2022 ins Leben gerufen, um die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten für Osteosarkome voranzutreiben. Heute zählt es 350 Mitglieder aus 19 Ländern, darunter Ärzt, Forschende und Patientenvertreter. Die Expert arbeiten in neun Arbeitsgruppen, die sich mit unterschiedlichen Themen von der Biologie der Erkrankung bis hin zu Langzeitfolgen der Behandlung beschäftigen. Ziel des FOSTER-Konsortiums ist es, einen umfassenden Überblick über den aktuellen Wissensstand zur Biologie des Osteosarkoms sowie über die Situation klinischer Studien in Europa zu gewinnen und bestehende Lücken und Herausforderungen in der Behandlung zu identifizieren.
Mit 1.135 Neuerkrankungen pro Jahr in Europa stellt das Osteosarkom weiterhin eine große Herausforderung dar. Bis zu ein Drittel der Patient erleidet einen lebensbedrohlichen Rückfall. Dennoch wurde seit mehr als 15 Jahren keine neue europäische klinische Studie zur Erstlinientherapie gestartet. FOSTER hat daher eine neue multidisziplinäre Plattform geschaffen, auf der Ärzt, Forschende und Patientenvertreter aus ganz Europa neue Forschungsansätze und innovative Therapiekonzepte diskutieren können, die das Überleben verbessern und langfristige Folgen der Behandlung reduzieren sollen.
„Die Fortschritte der vergangenen Jahre waren beeindruckend“, sagt Leo Kager, Organisator des diesjährigen Treffens. „Wir haben ein neues Behandlungsprotokoll entwickelt, bei dem erstmals in Europa zusätzlich zur Chemotherapie ein Tyrosinkinasehemmer eingesetzt werden soll. Bei diesem Treffen haben wir diskutiert, wie wir dieses neue Protokoll in verschiedenen Ländern umsetzen können.“
„Nur wenn Ärzt, Expert und Forschende zusammenkommen und gemeinsam arbeiten, können wir neue klinische Studien durchführen und gleichzeitig mehr über die Biologie des Osteosarkoms lernen“, sagt Sabine Taschner-Mandl, Wissenschaftliche Direktorin der St. Anna Kinderkrebsforschung.
