Darwin erklärt Krebs – Wie Evolution das Fortschreiten und die Anpassung von Krebs beeinflusst

Im Rahmen des Kinderkrebsmonats geben Forschende der St. Anna Kinderkrebsforschung Einblicke in ihre aktuellen Forschungsprojekte. George Cresswell erklärt, wie sich Charles Darwins Evolutionstheorie auf Krebs übertragen lässt und wie Tumoren wachsen, sich anpassen, dadurch resistent gegen Therapien werden und dem Immunsystem entkommen können.

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Einfach Erklärt
– Tumoren bestehen aus unterschiedlichen Zelltypen, die miteinander konkurrieren und sich anpassen – ähnlich wie bei der Evolution nach Charles Darwin.
– Wenn wir diesen Prozess verstehen, können wir besser nachvollziehen, wie Tumoren dem Immunsystem entkommen und Resistenzen gegen Behandlungen entwickeln.
– Das Team von George Cresswell untersucht die Evolution von Tumoren, um Möglichkeiten zu finden, diesem Prozess entgegenzuwirken und vorherzusagen, wie gut Patient auf eine Behandlung ansprechen werden.

Ein Tumor ist nicht einfach nur eine Ansammlung identischer, sich schnell teilender Zellen. Vielmehr besteht er aus unterschiedlichen Zellen, die verschiedene genetische Veränderungen tragen. Ähnlich wie Tiere in der Natur konkurrieren diese Zellen ums Überleben und passen sich an, um die Ressourcen des Körpers – etwa Nährstoffe und Sauerstoff – besser nutzen zu können und gleichzeitig Gefahren wie dem Immunsystem zu entgehen. Mit der Zeit setzen sich bestimmte Zelltypen durch, während andere verschwinden. Dadurch kann der Tumor widerstandsfähiger, aggressiver und resistenter werden. Die Forschungsgruppe von George Cresswell an der St. Anna Kinderkrebsforschung untersucht diesen Prozess mithilfe computergestützter biologischer Methoden. Damit können die Forschenden genetische Unterschiede zwischen Krebszellen erkennen und analysieren, wie diese ihr Verhalten und ihre Anpassungsfähigkeit beeinflussen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Krebszellen anpassen, um eine Behandlung zu überleben. Ziel ist es, dabei Schwachstellen zu identifizieren, die künftig mit neuen therapeutischen Ansätzen gezielt genutzt werden könnten.

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