Innovative Krebsmodelle

Dr. Martin Distel

„Bleibe neugierig und arbeite an Projekten, die dich begeistern.“

Dr. Martin Distel

Wir nutzen Zebrafischlarven als Modell für pädiatrische Krebsforschung, um Einblicke in die Tumorentstehung und -progression zu gewinnen. Wir nutzen insbesondere die Möglichkeiten der Live-Bildgebung und des Wirkstoffscreenings, die das Zebrafischlarvenmodell bietet, um die der Tumorentstehung zugrunde liegenden Mechanismen zu charakterisieren und neue Krebstherapien zu identifizieren.

Um Krebs in Zebrafischlarven nachzubilden, verfolgen wir zwei komplementäre Strategien:

i) Gentechnik zur Expression von menschlichen Onkogenen in Zebrafischen und
ii) Xenotransplantation von menschlichen Krebszellen in Zebrafischembryonen.

In den letzten zwei Jahren haben wir erfolgreich Zebrafisch-Xenotransplantationsmodelle für Ewing-Sarkom, Osteosarkom und Neuroblastom etabliert und konnten eine neue Kombinationstherapie-Strategie für das Ewing-Sarkom identifizieren. Darüber hinaus haben wir zusammen mit dem Christian Doppler Labor unter der Leitung von Manfred Lehner den Nachweis erbracht, dass Zebrafisch-Xenotransplantationsmodelle für die präklinische Evaluierung von CAR-T-Zellen eingesetzt werden können. Wir gehen davon aus, dass von Patientinnen und Patienten abgeleitete Zebrafisch-Xenotransplantationsmodelle in Zukunft zur Identifizierung von maßgeschneiderten Therapien eingesetzt werden.

Die Automatisierung des Wirkstoffscreenings an Zebrafischlarvenmodellen war ein weiterer Schwerpunkt der Gruppe, der in der Etablierung der neuen ZANDR-Plattform gipfelte.